Wie alles anfing...

Die Anfänge der Gesamtschule Alt-Oberhausen

Die Gesamtschule in Alt-Oberhausen wurde 1988 gegründet. Aber bereits am 30. September 1986 hatte der Rat der Stadt Oberhausen beschlossen, das Novalis Gymnasium aufzulösen und an das Heinrich-Heine-Gymnasium anzugliedern, um im Gebäude des Novalis Gymnasiums ab 1989 eine Gesamtschule einzurichten, nach Osterfeld und Schmachtendorf die dritte in Oberhausen. Die Zahl der von den zwei damals bestehenden Gesamtschulen abgelehnten Schüler lag 1986 über hundert. Dies führte im Februar 1987 zu einer von Eltern gegründeten „Initiative dritte Gesamtschule“, die erheblichen politischen Druck entfaltete. Dies führte dazu, dass der 1987 in Styrum gegründeten Mülheimer Gesamtschule (heute „Willy-Brandt-Schule“) gestattet wurde, eine Klasse mit Oberhausener Schülern einzurichten. Als am 7. August 1987 in einem Prozess vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht zehn Eltern einen Gesamtschulplatz für ihre zunächst von den Gesamtschulen abgelehnten Kinder erstritten, beschloss man, die dritte Oberhausener Gesamtschule bereits mit Beginn des Schuljahres 1988/89 einzurichten.

Zur Vorbereitung der Schulgründung trafen sich die in Oberhausen tätigen Lehrerinnen und Lehrer des zukünftigen Gesamtschul-Kollegiums ab November 1987 in einem „Pädagogischen Ausschuss“. Parallel dazu hatte der Regierungspräsident in Düsseldorf die Modalitäten für das Aufnahmeverfahren festgelegt und Herrn Rektor Frericks zusammen mit Herrn Dr. Langer, dem Leiter der „Heinrich-Böll-Gesamtschule“, mit der Aufgabe betraut zu entscheiden, welche Schülerinnen und Schüler an der neuen Gesamtschule aufgenommen werden sollten.

Vom 8. bis 12. Februar 1988 konnten interessierte Eltern ihre Kinder an der Gesamtschule anmelden. Der Andrang übertraf alle Erwartungen: Für die aufgrund der baulichen Verhältnisse am Schönefeld nur fünfzügig geplante Gesamtschule entschieden sich die Eltern von 161 Kindern, von denen 133 zu Beginn des Schuljahres 1988/89 in der neuen Gesamtschule eingeschult werden konnten.

Am 30. Juni 1988 konnten Eltern und zukünftige Schülerinnen und Schüler erstmals an einem „Tag der offenen Tür“ das umgestaltete und renovierte Gebäude der ehemaligen Hauptschule Schönefeld besichtigen und erstmals  das Kollegium der Schule kennenlernen.

 

Unter dem Motto „Wir starten!“ wurde am 22. August 1988 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter der damalige Landes-Finanzminister Heinz Schleußer, die Schule von dem Oberhausener Oberbürgermeister Friedhelm van den Mond in der Turnhalle am Schönefeld eröffnet.

Erste Schulleiterin war Frau Dethlefs, stellvertretender Schulleiter Herr Große-Bröhmer und Abteilungsleiter für die Klassen 5 und 6 Herr Ardelt. Weiterhin gehörten dem Gründungskollegium die Damen Böcker, Frerking-Tiedtke, Hadig, Kalter, Kempelmann, Korte, Rosche-Tillmann und Thomalla an. Die weiteren männlichen Gründungsmitglieder waren die Herren Bauch, Böckels, J. Hinninghofen und Wupperfeld.

 

 

Im ersten Jahr der Gesamtschule unterrichteten 16 Lehrer, darunter 9 Lehrerinnen, 133 Schüler, davon 58 Schülerinnen, in fünf Klassen im Gebäude Schönefeld.

 

Autor: Hans-Werner Tiedtke

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